Kriterien der Ferienfreizeiten

Gemeinsame Standards in den Einrichtungen
 

  1. Die Freizeiten finden ausschließlich in den Schulferien statt. Sie müssen in den Sommerferien mindestens zwei volle, zusammenhängende Wochen dauern. In den kleinen Schulferien ist eine kürzere Betriebsdauer möglich.
     
  2. Die Ferienwaldheime sollen möglichst in den Grünzonen der Stadt oder zumindest in der Nähe größerer Grüngebiete bzw. ausreichender Außenspielplätze liegen. Eine Möglichkeit zum Aufenthalt in freier Natur muss ohne allzu lange Wege erreichbar sein.
     
  3. Bei den Maßnahmen handelt es sich um ein ganztägiges Erholungs- und Betreuungsangebot für Kinder. Hierbei liegt die tägliche Kernzeit (Montag-Freitag) zwischen 9 und 17 Uhr. Längere Betreuungszeiten sind möglich. An den Samstagen soll der Betrieb bis mindestens 13 Uhr dauern. Vor dem Wechsel der Ferienabschnitte kann aus organisatorischen Gründen hierauf verzichtet werden.
     
  4. Das Angebot richtet sich überwiegend an schulpflichtige Kinder. Die Aufnahme von Kindern kann durch den Träger beschränkt werden, wenn die vorhandenen Plätze nicht ausreichen. Über etwaige Aufnahmekriterien entscheidet der Träger, jedoch sollten soziale Kriterien bei der Auswahl der Kinder Berücksichtigung finden.
    Die Aufnahme noch nicht schulpflichtiger Kinder ist möglich. Hierzu sollten jedoch die Träger besondere Voraussetzungen schaffen (mind. teilweise Fachpersonal, eigene Räume mit besonderem Mobiliar, geeignetes Beschäftigungsmaterial, teilweise spezielle Speisen). Hierbei sind spezielle Gruppen innerhalb des laufenden Waldheimbetriebs, aber auch Sonderfreizeiten ausschließlich für diese Kinder denkbar.
     
  5. Für die Ferienmaßnahmen müssen die Kinder frühzeitig verbindlich angemeldet werden. Ein Mindestaufenthalt von 2 Wochen ist Voraussetzung für die Aufnahme zu den Sommerfreizeiten.
     
  6. Wegen der hiesigen Klimabedingungen und der Einhaltung hygienischer Bestimmungen sind für Freizeiten stets feste Gebäude vorzusehen, die zumindest teilweise beheizbar sind. Zelte sollten nur als Ergänzung oder als vorübergehender Ersatz verwendet werden.
     
  7. Es müssen ausreichend große, für die Ferienarbeit geeignete Räumlichkeiten mit entsprechender Ausstattung zur Verfügung stehen (Gruppenräume, Speiseräume, Ruheräume, Küchen, Sanitärräume, Materiallager, Büro, Personalräume, Erste-Hilfe-Zimmer). Nicht immer werden alle wünschenswerten Räume bereitstehen. In diesen Fällen muss sich Kinderzahl und Programmgestaltung nach den reduzierten Möglichkeiten richten.
     
  8. Im Ferienwaldheim werden die Kinder ganztägig ohne Übernachtung betreut. In den Stadtranderholungsfreizeiten steht die Gruppenarbeit im Vordergrund. Die Kinder werden in altersspezifischen, meist gemischtgeschlechtlichen Gruppen betreut.
     
  9. Im Tageslauf sollen religiöse Inhalte und Werte in kindgerechter Form vermittelt werden. Christliche Rituale wie Gebete, Andachten, Biblische Geschichten sind fester Bestandteil der Arbeit. Die Bewahrung der Schöpfung ist Auftrag und Verpflichtung bei der Planung und Durchführung der Ferienfreizeiten.
     
  10. Die Arbeit in den Ferienwaldheimen fördert das ehrenamtliche, bürgerschaftliche und kirchliche Engagement, insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Verantwortung für die Kindergruppen und das Tagesprogramm haben ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die von den pädagogischen Leitungen der Heime nach qualifizierten Standards auf diese Aufgabe vorbereitet und geschult werden. Die Arbeit mit Kindern, die Übernahme von Aufgaben sowie das Kennen lernen von Strukturen und die Verwirklichung von Zielen fördern die sozialen Kompetenzen.
     
  11. Wichtiger Bestandteil des Angebots ist die volle Tagesverpflegung mit vier Mahlzeiten. Die Ausgabe von nur drei Mahlzeiten ist bei Vorliegen zwingender Gründe auch möglich, wenn darunter eine warme Mahlzeit ist. Die Speisen sollen in den Ferienwaldheimen möglichst in eigenen Küchen hergestellt werden, um eine kindgemäße und vollwertige Ernährung zu sichern. Bei fehlenden räumlichen und personellen Voraussetzungen sind Abweichungen (z.B. Bereitstellung des Mittagessens durch Dritte) möglich. Nach dem Mittagessen ist eine ausreichende Ruhezeit einzuplanen, die für Kinder und Mitarbeiter wichtig ist.
     
  12. Die Träger der Ferienwaldheime legen die Elternbeiträge fest. Grundlagen hierfür sind die Selbstkostenentwicklung der Träger und die Vorgaben durch Zuschüsse von Kommunen und Landkreise. Mit Rücksicht auf die Familien werden die Elternbeiträge nur in dem Maß erhöht, wie es zur Finanzierung der Arbeit unbedingt erforderlich ist.